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Leitverse: Hiob 3,25-26; 1. Johannes 4,16.18
Hiob 3,25-26: Denn ich fürchtete einen Schrecken, und er traf mich, und vor dem mir bangte,
das kam über mich. Ich war nicht ruhig, und ich rastete nicht und ruhte nicht,
da kam das Toben.
1Joh 4,16.18: Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in
ihm - Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die
Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber
fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe.
Inhalt
Über unsere Ängste
Unsere Sünden bekennen
Freude der Vergebung
Friedenspfad
Eines unserer größten Hindernisse für Frieden und Sicherheit ist Angst - vor
Krankheit, Unfällen, Tod, Arbeitslosigkeit, finanziellen Problemen usw. Wie
können wir inneren Frieden in einer Welt voll von Ungerechtigkeit, Konflikten
und Unsicherheiten haben, in der das Leben ein einziger Existenzkampf ist?
Hiob gab zu, dass er sogar in seinem großen Wohlstand von Ängsten gequält
wurde: "Denn ich fürchtete einen Schrecken, und er traf mich, und vor dem mir
bangte, das kam über mich. Ich war nicht ruhig, und ich rastete nicht und ruhte
nicht, da kam das Toben" (Hiob 3,25-26).
Wenn wir einen Vater hätten, der sehr weise wäre, unerschöpfliche Mittel hätte
und alles für unser Wohl tun würde, würde das nicht unsere Ängste stillen und
uns ein Gefühl der Sicherheit geben? Als Kinder Gottes haben wir all dies in
unserem himmlischen Vater.
Wenn Er uns einlädt, all unsere Sorgen auf Ihn zu werfen, weil Er für uns
sorgt (1Pet 5,7), warum können wir Ihm dann nicht unsere Ängste übergeben?
Ist es, weil wir Angst haben, dass Er uns im Stich lässt? Ist es, weil wir unseren
Willen Seinem nicht unterwerfen wollen? Lassen wir uns vom Teufel übers Ohr
hauen, indem er uns weismachen kann, wir wären die Verlierer, wenn wir unser
Leben völlig Ihm (Gott) unterwerfen würden?
Wir können Gott nicht aus unserem Leben ausschließen und Befreiung von Angst
haben. In den tiefsten Gründen unserer Seelen wissen wir, dass Gott existiert und
allumfassende Macht hat. Wenn wir Gott nicht Seinen rechtmäßigen Platz geben,
werden wir Angst haben, auch wenn wir uns weigern es zuzugeben. Gott zu leugnen,
erzeugt Angst. So einfach ist das.
Angst ist das schmerzvolle Gefühl, dass Gefahr droht. Die Gefahr mag echt oder
eingebildet sein, aber die Angst ist echt. Befürchtung und Kummer sind Formen
der Angst. Befürchtung ist Angst vor vorausgeahnter Gefahr. Kummer ist, über
diese befürchteten Ängste zu brüten.
Angst, Befürchtung und Kummer entziehen uns Kraft und untergraben unseren
Seelenfrieden. Sie sind wie Unkraut, das wächst und die Blumen in unserem Garten
der Freude überwuchert. Woher kommt dieses Unkraut? Gibt es keinen Weg, es
loszuwerden? Hat Gott uns ohne eine Möglichkeit, damit fertigzuwerden, stehen
lassen?
Die Bibel verfolgt diese Ängste zurück, zu ihrer eigentlichen Quelle und gibt
uns die einzige effektive Medizin: "Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm - Furcht ist nicht in der Liebe, sondern
die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der
Liebe" (1Joh 4,16.18). Nichts treibt die Angst so aus wie das Vertrauen auf Gottes
perfekte Liebe. Seit die Liebe all unsere Sünden durch das Opfer Christi am
Kreuz weggetan hat, können wir sicher sein, dass Gott sie vergeben hat und uns
niemals wieder ihretwegen zur Rechenschaft ziehen wird.
Ein anklagendes Gewissen, das sagt, dass Strafe für uns fällig sei, ist eine
der Hauptverursacher von Befürchtung, Angst und Kummer. Das 1. Buch Mose gibt
uns den ersten Bericht über Angst, die ein Mensch hatte. Nachdem Adam im Garten
Eden die verbotene
Frucht gegessen hatte, sagte der Herr zu ihm: "Wo bist Du?"
Adams Antwort war: "Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich,
denn ich bin nackt …" ( 1Mo 3,9-10). Er fürchtete sich, weil er wusste,
dass
er gesündigt hatte und es verdiente, bestraft zu werden.
Tief im Innern wissen wir, dass Sünde Strafe verdient und dass es keine
Erlösung geben wird, bis nicht die Dinge, die unser Gewissen plagen, auf eine
Art und Weise geklärt werden, die zufriedenstellend für Gott ist.
Wenn unser Gewissen beunruhigt ist, mögen wir versuchen, unsere Sünden zu
vergessen. Es ist natürlich, sie aus unseren Gedanken zu verdrängen oder sie
vollkommen zu unterdrücken. Aber wir können damit niemals wirklich erfolgreich
sein, weil die Erinnerung daran tief in unserem Unterbewusstsein auf die eine
oder andere Art und Weise immer wieder auftaucht.
Wir sind uns vielleicht nicht vollkommen der Tatsache bewusst, dass Sünde und
Eigenwille die Ursache für unsere befürchteten Ängste ist. Es ist so einfach,
uns vorzumachen und uns selbst glauben zu machen, dass jemand oder etwas anderes
verantwortlich ist. Jedoch werden wir niemals frei von unseren Ängsten werden
oder echten Frieden haben, bis wir nicht die Wahrheit eingestehen und die Dinge
mit Gott in Ordnung bringen.
Eine junge Frau, in einem christlichen Elternhaus erzogen, fing an, Dinge zu
tun, die ihr Gewissen verurteilte. Unwillig sie einzugestehen und sie Gott zu
bekennen, fing sie an, sich einzureden, dass es Gott egal wäre, und dann, dass es keinen Gott gäbe. Über mehrere
Jahre behauptete sie, Atheist zu sein.
Aber die Sünde in ihrem Leben entwickelte sich nach und nach zu Befürchtung und
Angst. Sie hatte schließlich das Gefühl, den Verstand zu verlieren und endete in
einer Nervenheilanstalt. Viele Heilmittel wurden probiert, aber es gab keine
Erleichterung, bis sie sich der Tatsache stellte, dass sie versuchte, Gott aus
ihrem Leben auszuschließen. Sobald sie ihre Sünden bekannt hatte und sich Gott
unterwarf, war sie in der Lage, die Klinik mit klarem Verstand und ohne
Befürchtungen und Ängste zu verlassen.
Wir müssen uns Gottes Vergebung und Seiner vollkommenen Liebe bewusst sein, damit
unsere Ängste vertrieben werden. Aber wir können erst Vertrauen zu Ihm haben,
wenn wir sicher sind, dass uns vergeben ist. Wir können diese Gewissheit nicht haben,
während wir unwillig sind, Ihm unsere Sünden zu bekennen. "Wenn wir sagen,
dass
wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in
uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die
Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit" (1Joh 1,8-9).
Es gibt drei Schritte, die wir befolgen müssen, um unsere Befürchtungen
und Ängste wirklich loszuwerden:
- Erkenne die Sünde, welche die Wurzel unserer befürchteten Ängste ist.
- Glaube, dass Gott wirklich unsere Sünden vergibt, wenn wir sie bekennen.
- Streiche deine Sünden, die du bekannt hast, zusammen mit der Befürchtung und Angst, die sie erzeugten,
aus deinem Gedächtnis.
Wann auch immer sie wieder ins Gedächtnis kommen,
werden wir, anstatt Befürchtungen zu hegen, daran erinnert und dankbar sein, dass
Gott sie alle vergeben hat.
Wenn wir diese drei Schritte befolgen, werden wir in der Lage sein, mit dem
Psalmisten zu sagen: "Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln … fürchte
ich nichts Übles, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten
mich … Fürwahr, Güte und Huld werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich
werde wohnen im Hause des HERRN auf immerdar" (Ps 23,1.4.6).
Ein kleines Kind, von einem Sturm aufgeweckt, schreit vor Angst. Sein Vater
kommt und nimmt es in den Arm. Bald ist das Kind wieder eingeschlafen. Der Sturm
hat nicht aufgehört, aber das Vertrauen des Kindes in seinen Vater gibt ihm ein
Gefühl der Sicherheit und beseitigt seine Angst.
Welch ein Trost und Friede würde kommen, wenn wir uns nur völlig auf Ihn
werfen würden und Ihn bereitwillig unser Leben planen ließen! Sein Plan ist
unendlich besser als alles was wir jemals für uns selbst ausarbeiten
könnten. Sein Plan umfasst all die Einzelheiten unseres Lebens hier und
berücksichtigt zusätzlich unsere ewige Freude.
Welch ein Trost, Ihn als unseren Hirten, Verwalter und Freund zu haben -
sagen zu können: "Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln" (Ps
23,1). Ruhe und Zufriedenheit gehören dem Gläubigen, der willens ist, dem Hirten
zu vertrauen und zu folgen: "Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu
stillen Wassern" (V. 2). Die Stürme mögen um uns toben, aber wenn wir nah bei
Ihm sind, haben wir Frieden. Wenn wir an einem Ort der Unruhe sind, können wir
sicher sein, das Er uns nicht dorthin geführt hat, obwohl Er uns diesen Weg
überqueren lassen mag, um uns beizubringen, wie bitter es ist, nicht auf Ihn zu
hören.
Hören wir in unserem täglichen Leben auf Seine Stimme? Folgen wir Ihm Schritt
für Schritt, egal wie uneben die Straße wird? Er sagt: "Meine Schafe hören meine
Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir" (Joh 10,27). Welch ein Trost,
solch einen Freund zu haben, der den ganzen Weg in jeder Notlage, klein oder
groß, mit uns geht.
Welch ein Weg, den der Christ aufgerufen ist, zu folgen! Der allmächtige
Schöpfer und Erhalter dieses gewaltigen Universums gab Sein Leben für uns und
lebt nun, um uns zu trösten, beraten, führen und zu leiten. Wie kommt es, dass wir
vom Teufel unseren Blick von Christus wegziehen lassen und uns unseres Friedens
berauben lassen und er uns stattdessen Unruhe und Angst einflößt?
Der Teufel möchte, dass wir zweifeln und uns ängstigen. Werden wir ihm
nachgeben oder der liebevollen Hand Gottes? Welchem Weg werden wir folgen? Den
sichtbaren, der nur den Sturm zeigt, der unsere Pläne durcheinanderbringt, oder
den des Glaubens, der die Hand unseres liebenden guten Hirten zeigt, der uns zu
einer tieferen Gemeinschaft mit Sich Selbst führen will?
Sind wir in Schwierigkeiten? Fürchten wir das Morgen? Sind wir krank,
kummervoll oder verschuldet? Liebes Kind Gottes: Christus starb für uns! Misstraue Seiner Liebe nicht. Durch diese Erprobung bereitet Er für uns eine
tiefere Freude und größeres Glück, als wir es jemals anders haben könnten.
Paulus ruft inmitten von großen Schwierigkeiten und Not triumphierend aus:
"Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so
wird doch der innere Tag für Tag erneuert. Denn das schnell vorübergehende
Leichte unserer Drangsal bewirkt uns ein über die Maßen überschwängliches,
ewiges Gewicht von Herrlichkeit, indem wir nicht das anschauen, was man sieht,
sondern das, was man nicht sieht; denn das, was man sieht, ist zeitlich, das
aber, was man nicht sieht, ewig" (2Kor 4,16-18).
Die Sprache des Glaubens ist mutig, weil das Auge des Glaubens nicht von den
sichtbaren Dingen den Kopf besetzen lässt. Sie werden nur als Elemente angesehen,
die Gott gebraucht, um ein reicheres und tieferes Glaubensleben in uns zu
entwickeln. Wir müssen unsere Augen auf den gerichtet lassen, der uns aus der
Angst in den Frieden führen wird.
Natürlich sind da Erprobungen auf dem Glaubensweg, aber jede Erprobung ist
eine Tür zu reicherem Frieden und Freude in Christus. Schrecke nicht am Eingang
zurück. Wenn wir das tun, werden wir feststellen, dass größere Erprobungen auf
dem Weg des Unglaubens sind, welche am Ende immer bitter und enttäuschend sind.
Christus ertrug für uns das Kreuz; wenn Er es für richtig hält, uns durch
Zeiten der Erprobung zu führen, wird Er uns auch so erhalten, dass unsere
Freude
über das Aushalten der Erprobung tiefer sein wird. Während Paulus auf neue
Erprobungen stieß, waren seine Augen auf "das weit mehr übersteigende und ewige
Gewicht der Herrlichkeit" gerichtet, die er durch sie erlangen würde. Er
betrachtet seine Schwierigkeiten nicht im Licht der Gegenwart, sondern im Licht
zukünftiger, ewiger Ergebnisse.
Wenn unsere Herzen nicht friedvoll sind, was meinen wir tun zu müssen, damit
es so wird? Schreibe auf, was es ist, und schau es dir genau an. Nun frage
aufrichtig: "Würde die Erlangung dessen den Frieden und die Ruhe, die wir in
unserer Seele haben möchten, wiederherstellen?" Der Teufel will, dass wir wie
Eva denken, dass das, was Gott zurückgehalten hat, etwas Begehrenswertes wäre
(s. 1Mo 3,1-6). Sei sicher, dass Frieden für unsere Seele in unserer
Bereitwilligkeit gefunden wird, Gott Seinen Willen in unseren Umständen zu
lassen.
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